Börde-Museum Burg Ummendorf
Kräutergarten
Gemüse-
und Salatpflanzen, Körnerfrüchte,
Öl-
und Faserpflanzen, Küchen- und Gewürzkräuter,
Surrogate und
Rohstoffe, Heil- und Giftpflanzen,
Färberpflanzen
Der Ummendorfer Kräutergarten präsentiert sich als weitläufige parkartige Anlage im Außengelände der Burg. Seitdem der damalige Leiter Heinz Nowak 1980 diesen wichtigen Bestandteil des Museums aus der Taufe hob, hat sich der Kräutergarten zu einer Hauptattraktion des Börde-Museums entwickelt.
Er führt die fast unüberschaubare Vielfalt der Wild- und Kulturpflanzen vor Augen, die im mitteleuropäischen Raum heute und vor allem in früheren Zeiten durch den Menschen für verschiedenste Zwecke Verwendung gefunden haben. Über 400 Pflanzenarten und -sorten sind exemplarisch auf mehr als 20 Beeten angebaut und mit ihrem deutschen Namen beschriftet. Eine Farbmarkierung auf dem Namensschild zeigt an, ob die Pflanze eßbar ist und vornehmlich als Nahrungsmittel verwendet wird (grüner Punkt), ob sie zur Gewinnung eines Rohstoffes dient (brauner Punkt), oder ob sie zur Kategorie der Arznei- und Giftpflanzen gehört (roter Punkt).
Es ist vorgesehen, weitere Erläuterungen und Verwendungshinweise in einem Gartenpavillon zur Information der Besucher bereitzuhalten, den sich der Domänenpächter und Amtmann namens Ursinus am Ende des 18. Jahrhunderts auf den Fundamenten des südwestlichen Eckturmes der spätmittelalterlichen Wehrmauer erbaut hatte.
Die Pflanzen des Ummendorfer Kräutergartens können sich ganz natürlich über die Vegetationsperioden entwickeln, werden also nicht wie bei feldmäßigem und gärtnerischem Anbau beeinflußt oder geerntet. Die ausgebildete Saat wird abgenommen, verarbeitet und zur Aussaat in Folgejahren verwendet. Überschüssige Saatproben sind für interessierte Besucher im Museum erhältlich. Mit Veranstaltungen der Reihe "Kräuter im Topf" wird Gelegenheit zum Kennenlernen und Probieren gegeben, um Neugierige anzuregen, den eigenen Speisezettel durch schmackhafte und gesunde Abwechslungen zu bereichern.