Börde-Museum Burg Ummendorf

Heil- und Giftpflanzen


Gemüse- und Salatpflanzen, Körnerfrüchte, Öl- und Faserpflanzen, Küchen- und Gewürzkräuter,
Surrogate und Rohstoffe, Heil- und Giftpflanzen, Färberpflanzen

Kaum erfaßbar ist die Zahl der Pflanzen, die als Heilkräuter seit Urzeiten benutzt wurden. Der Kräutergarten enthält sehr viele Arten, denen in der Überlieferung des Altertums, des Mittelalters und der Volksmedizin Heilkraft zugeschrieben wird.

In nicht wenigen Fällen ist es der pharmakologischen Forschung gelungen, Wirkstoffe nachzuweisen. Wenngleich einige von diesen Wirkstoffen auch synthetisch hergestellt werden, finden pflanzliche Präparate in der modernen Naturheilkunde nach wie vor breite Anwendung.
Die bekanntesten Arzneipflanzen sind Kamille, Ringelblume, Melisse, Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Lungenkraut, Augentrost, Schafgarbe, Huflattich, weiterhin Fenchel, Pfefferminze, Rhizinus, Brennessel, Beinwell, Arnika, Frauenmantel, Salbei, Thymian und Medizinalrhabarber.

Die aus Kalmus, Anis, Kümmel, Engelwurz, Alant oder Enzian gewonnenen Extrakte wirken u.a. in Kräuterlikören, - bränden und - wein. Nicht wenige Heilpflanzen sind eigentlich giftig! Nur in richtiger Dosierung wirken sie heilend, wie Fingerhut und Tollkirsche. Der Ummendorfer Kräutergarten zeigt viele weitere als solche gekennzeichneten Giftpflanzen, die ein sehr dekoratives Erscheinungsbild besitzen wie Aronstab, Pfaffenhütchen, Eisenhut, Salomonssiegel, Stechapfel, Herbstzeitlose, Adonisröschen, Kuhschelle und Seidelbast.


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