Börde-Museum Burg Ummendorf

Pflanzen als Surrogate und Rohstoffe


Gemüse- und Salatpflanzen, Körnerfrüchte, Öl- und Faserpflanzen, Küchen- und Gewürzkräuter,
Surrogate und Rohstoffe, Heil- und Giftpflanzen, Färberpflanzen

"Kaffee", genauer gesagt, ein kaffeeartiger Aufguß, wurde seit dem Ende des 18. Jahrhunderts zum alltäglichen Getränk und ersetzte den begehrten, aber sehr teuren Aufguß aus echten Kaffeebohnen.

Geröstete Gerste und Zichorienwurzel erfreuen sich seitdem als "Malzkaffee" größter Popularität. Weitere Kaffeesurrogate wie Kaffeestragel, Kichererbse und Erdmandel erreichten nicht annähernd die Bedeutung der zuvor genannten.

Selbst der größte Garten könnte nicht die ganze Vielfalt der Pflanzen zeigen, die Ausgangsmaterial für verschiedene Produkte sind und als Werkstoff einen umfangreichen Einsatzbereich haben. Denken wir nur z. B. an das Holz und seine Verwendung als Baumaterial. Holz ist auch der Werkstoff, aus dem Möbel, Behälter, Arbeitsgeräte, Werkzeuge und künstlerische Arbeiten gemacht sind.
Auch das Stroh als Nebenprodukt des Getreideanbaus war lange Zeit zu Verpackungs- und Polsterzwecken unersetzlich; und als Dachdeckung hatte Stroh, neben Schilf und Holzschindeln, über Jahrtausende große Bedeutung.
Pflanzlichen Ursprungs können ebenso Teer, Pech, Harz, Duft- und Gerbstoffe sein, nicht zuletzt Öle und Fasern.


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