Börde-Museum Burg Ummendorf

Färberpflanzen

    


Gemüse- und Salatpflanzen, Körnerfrüchte, Öl- und Faserpflanzen, Küchen- und Gewürzkräuter,
Surrogate und Rohstoffe, Heil- und Giftpflanzen, Färberpflanzen

Das Einfärben von Fasern und Stoffen mit aus Pflanzen gewonnenen Farben besaß in der Vergangenheit einen größeren Stellenwert als heute. So ist es nicht verwunderlich, daß die Gruppe der Färberpflanzen ein wichtiger Teil des Ummendorfer Kräutergartens ist.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein stammte blaue Farbe überwiegend aus dem Kraut des Waids, dann zunehmend vom importierten Indigo. Ein kräftiges Rot wurde aus Wurzeln des Krapp gewonnen und Gelbtöne aus dem Kraut von Wau, Färberginster und -scharte, auch aus den Blüten von Saflor und Färberkamille.
Neben diesen speziellen, einst sogar feldmäßig angebauten Färberpflanzen, gibt es noch eine breite Palette von Gewächsen, aus denen ebenfalls Textil- und andere Farben extrahiert werden können, z. B. liefern die Schalen der Roßkastanie ein Braun, Birkenblätter ein helles Grün.

Zum Färben von Lebensmitteln dienen Safran, Rote Beete, Kermesbeere, Malve, Saflor (auch als Bauernsafran bezeichnet), Erdbeerspinat und Holunder, um nur einige zu nennen.


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